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BeitragVerfasst: 11. Oktober 2011, 21:51 
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Hallo Freunde !!
Folgende interessante Info habe ich bei „auto-motor-und-sport.de“ gefunden.
Die ungerechte Regelung mit dem Rückdatieren scheint nun endlich vorbei zu sein

Link:
http://www.auto-motor-und-sport.de/news ... 45159.html

HU-Plakette: Rückdatierung wird bundesweit abgeschafft

An Anfang kommenden Jahres soll die Rückdatierung von überzogenen Terminen bei der Hauptuntersuchung bundeseinheitlich abgeschafft werden, das bestätigte der TÜV Süd auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de.
Wer bislang die Fälligkeit seiner Hauptuntersuchung überzogen hatte, musste mit einer Zurückdatierung der Plakette auf den ursprünglichen Fälligkeitstermin rechnen. Wer also im August zu HU gemusst hätte, aber erst im Dezember ging, bekam keine Plakette mit dem Ablaufdatum 12, sondern eine mit dem Ablaufdatum 08 aufs Kennzeichen geklebt.
Ab dem 1.1.2012 soll diese Regelung nun entfallen. Im Zuge eines Änderungsentwurfs, der derzeit noch zur letzten Abstimmung im Bundesverkehrsministerium liegt, soll die HU-Plakette künftig immer ab dem Vorführdatum zwei Jahre gültig sein. Einige Bundesländer haben Handhabung schon seit längerem im Gebrauch.
Trotz der Änderung gilt aber weiter, dass die HU grundsätzlich nicht überzogen werden darf. Der Fahrzeughalter ist für die Einhaltung der vorgegebenen Fristen verantwortlich. Vom Gesetzgeber wird das Überziehen der HU von zwei bis vier Monate mit 15 Euro geahndet. Wer vier bis acht Monate überzieht muss mit 25 Euro rechnen. Ist die HU gar über acht Monate überfällig drohen 40 Euro und zwei Punkte in Flensburg.

Quelle: http://www.auto-motor-und-sport.de/news ... 45159.html

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Euer Oldtimerfreund Claus-Dieter
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BeitragVerfasst: 18. Oktober 2011, 15:27 
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Das ist eine gute Nachricht!!

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Es grüsst ein Alfa-Freund!


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BeitragVerfasst: 5. November 2011, 01:04 
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Hallo ihr Überzieher !

Der Termin für den Wegfall der Rückdatierung ist auf (mindestens) 01.04.2012 hinaus geschoben worden.
Und damit die Fahrzeughalter dadurch nicht wieder zum verletzen ihrer Halterpflicht animiert werden, wird stattdessen der Preis für die Hauptuntersuchung bei zuspätkommen von mehr als 2 Monaten teurer.

Daher der Tipp: auch weiterhin einfach pünktlich kommen (ist ja ein ganzes Monat Zeit dafür).

Freundliche Insiderinfo vom Basti-Fahrer

Hinweis für die Oldtimerfahrer mit 07er Nummer: Euch/uns kann's sowieso egal sein - auch ein Tipp !!


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BeitragVerfasst: 6. November 2011, 23:39 
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Also Basti-Fahrer, das mit der Rückdatierung war doch nur eine Gelddruckmaschine für Prüforganisationen.
Diese Gelddruckmaschine will man scheinbar jetzt in eine erhöhte Strafgebühr umwandeln.

Selbstverständlich hast du recht dass man rechtzeitig bei der zuständigen Prüfstelle vorfahren muss, aber zur Ahndung derartiger Delikte ist doch in Deutschland die Polizei zuständig und nicht die Prüfstelle.
Meiner Meinung nach ist es Verfassungswidrig, wenn eine Prüfstelle Strafen verhängen darf.
Es gäbe in diesem Zusammenhang nicht einmal die Möglichkeit ein Gericht anzurufen, um sich gegen die Strafe zu wehren, denn man hat ja einen Zivilrechtlichen Vertag zum Fahrzeugprüfen geschlossen.

Die Prüforganisationen versuchen heute vielfach ihr Image aufzubessern und als Dienstleister aufzutreten, die steht in einem Widerspruch zum eintreiben von Strafen, die die Prüforganisation auch noch selbst kassieren.

Wo kämen wir beispielsweise hin, wenn die Strafe für einen Verstoß nach Pflichtversicherungsgesetz der Versicherungsagent als Einnahme verbuchen könnte usw.…

Ich will mich da gar nicht weiter aufregen!!

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Euer Oldtimerfreund Claus-Dieter
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BeitragVerfasst: 8. November 2011, 12:20 
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Also ich finde auch dass man pünktlich zum Hauptuntersuchung sollte.

Ich sehe es aber auch wie CD, dass eine Bestrafung (was eine höhere Prüfgebühr in meinen Augen ist), Sache der Polizei oder Verkehrsüberwachungsdienste sein sollte.

Wie war das doch gleich wieder mit der Exekutive. Da haben doch die Prüforganisationen eigentlich nix damit zu tun.

Gruß Alex

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BeitragVerfasst: 9. November 2011, 01:00 
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ein wenig Aufklärung für alle !

Zur Zeit gilt noch die Rückdatierung.
Damit wird niemand bestraft, benachteiligt, ausgebeutet, ... oder was auch immer.

Beispiel:
Jemand überzieht um ein halbes Jahr. Nach bestandener HU bekommt er/sie eine neue Plakette, aber nur noch für die Restlaufzeit von 1,5 Jahren (statt 2). Also: ganze Gebühr, nur 3/4 Laufzeit !!! Betrug ? oder sonstwas ?
Nein !!
Denn die vorhergehende Periode war ja dann nicht 2 Jahre, sondern 2,5 J.
Also in der Summe: 2,5 Jahre + 1,5 Jahre = 4 Jahre = 2 ganze Perioden. Und dafür wurden genau 2 ganze HU-Gebühren bezahlt, genauso, als ob man pünktlich gekommen wäre.
Also: niemand wurde auch nur um einen Cent betrogen !
Das ganze ist mehr als "Erziehungsmassnahme" des Gesetzgebers zu sehen (nicht der Prüforganisationen), um nicht zu überziehen (Pünktlich kommen ist eine Halterpflicht). Und der Gesetzgeber macht sowas auch nur, wenn es einen Anlass dazu gibt - da sollen sich die "Betroffenen" doch bitte an die eigene Nase fassen.
Die Prüforganisationen verdienen mit der Rückdatierung auch nicht mehr als wenn man pünktlich gekommen wäre.

Neues System - vermutlich ab 01.04.2012 - ohne Rückdatierung, aber mit Preissteigerung (bei Überziehen um mehr als 2 Monate)

gleiches Beispiel: jemand überzieht um ein halbes Jahr. Nach bestandener HU bekommt er/sie eine neue Plakette für die volle Laufzeit von 2 Jahren, aber zu bezahlen mit höherer Untersuchungsgebühr.
Aber jetzt ist' ein Betrug !!!!
Wieder Fehlanzeige.
Denn die vorherige Periode war 2,5 Jahre. In der Summe: 2,5 J. + 2 J. = 4,5 J. Dafür war zu bezahlen: normale HU-Gebühr beim 1. Mal + erhöhte Gebühr beim 2. mal. Also mehr als 2 Gebühren für mehr als 2 Perioden - alles klar ?!

Auch bei dem neuen System ist der Hintergedanke des Gesetzgebers letztendlich eine Erziehungsmassnahme für säumige Fahrzeughalter - wie gehabt.

Übrigens: Die Untersuchungsgebühren für eine Hauptuntersuchung sind für die Prüforganisationen nicht frei wählbar; es existiert die GebOSt - die "Gebührenordnung Strasse" für die amtlichen Untersuchungen an Strassenfahrzeugen - festgelegt vom Gesetzgeber.

So, liebe Leute, ich hoffe, ich konnte ein wenig aufklären, die Emotionen glätten, und was sachliches beisteuern.

Und wie schon gesagt: Demjenigen, der pünktlich kommt, kann das alles egal sein.

Euer Basti-Fahrer


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BeitragVerfasst: 10. November 2011, 01:50 
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Hallo Basti-Fahrer !

Das ganze sieht mir immer noch wie eine Gelddruckmaschine aus.

Eine Erziehungsmaßnahme steht weder dem Gesetzgeber noch den Prüforganisationen zu.
Fahrzeughalter sind im Regelfall volljährig und haben keine Erziehungsberechtigten mehr.

Weiterhin kommt in mir mehr das Gefühl auf, dass man hier von Seiten der Lobbyisten der Prüforganisationen nicht auf kalkulierbare Einnahmen verzichten will.
Die höhere Gebühr ist sicher nicht durch einen höheren Aufwand bei der HU-Prüfung gerechtfertigt.

Die Aussage mit der Erziehungsmaßnahme überzeugt mich nicht.


Die HU-Gebühren haben sich in den letzten Jahren sowieso dramatisch erhöht.
Ich erinnere mich noch gut an Zeiten in den 80iger und Anfang der 90iger Jahre, als eine HU ca. 35 DM (ca.18 €) gekostet hat.
Heute sind wir bei 102,68 DM (52,50€).
Und bei den 35 DM gab es weder Rückdatierung noch zusätzliche Strafgebühr bzw. Erziehungsgebühr, wenn man mal drüber war.
Es gab 2 Jahre HU, ohne wenn und aber!


Mein Aero wurde auch in den Zeiten ohne Rückdatierung immer alle zwei Jahre im Mai vorgefahren.
Das kann ich sogar beweisen: Erstzulassung Mai 1978 -> nächste HU im Mai 2012.
(Damals gab es noch keine 3 Jahre HU für Neuwägen sondern nur 2 Jahre)

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Euer Oldtimerfreund Claus-Dieter
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BeitragVerfasst: 14. November 2011, 11:42 
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Ich sehe die erzieherische Maßnahme so nicht gegeben, denn diesen Zusammenhang sieht derjenige der überzieht eben nicht als solche. Also kann Erziehung (was bei Volljährigen eh schon als grenzwertig zu sehen ist - denn die werden nicht mehr erzogen - aber das ist eher eine pädagogische Diskussion) nicht funktionieren.
Bei der Prüfung ist kein höherer Aufwand, das Auto befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt in verkehrssicherem Zustand - und das wohl nach Abschätzung auch noch die nächsten 2 Jahre. Die Plakette selbst ändert daran nichts.
Daher ist es eigentlich schlicht und ergreifend nicht richtig etwas anderes zu machen als gleiche Gebühr und gleiche Dauer.

Es ist ja auch so, dass beispielsweise meine Schwester eine Strafe und einen Punkt für eine überzogene Untersuchung bekommen hat, dann aber dennoch zurückdatiert wurde, das ist dann doppelte Bestrafung? Die erzieherische Maßnahme wäre gewesen entweder Punkt und Geld - oder Zurückdatieren.

Dass es nicht richtig ist nicht pünktlich zur Hauptuntersuchung zu gehen steht ja gar nicht zur Diskussion. Aber die Verfolgung dieses Vergehens sollte die Regierung nicht den Prüforganisationen übertragen.

Ich denke da können wir jetzt noch Wochen hin oder her diskutieren, es ist eine Sache die unterschiedlich gesehen werden kann.

Gruß Alex

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BeitragVerfasst: 22. Juni 2012, 17:02 
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„Strafgebühr“ bei verspäteter Hauptuntersuchung ist nun Fakt so Leonard Reuter am 18. Juni 2012 bei meinklassiker.com
Soweit das Fristende der letzten Hauptuntersuchung mehr als 2 Monate zurückliegt, fällt nun eine „Strafgebühr“ von 20 % zusätzlich zum normalen Satz an. Die Rückdatierung der Plaketten entfällt im Gegenzug bundesweit.
Quelle: http://www.meinklassiker.com

Link zum Thema: http://www.meinklassiker.com/de/magazin ... /15/1/4343

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